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Bericht von der Auffahrts-Regatta 2017

Hansjörg Sedleger 25.05.2017

Flaute, idealen Segelwind aber auch in giftigen Böen sich wild gegen das Bergen streubende Spinnaker. Die diesjährige Auffahrtsregatta war abwechslungsreich.

Nach ziemlich labilem Wetter wurde eine lange Schönwetterphase angekündigt, die dank der Zufuhr
milder Luftmassen zu sommerlich warmen Temperaturen führen sollte. Sonnenhut, Shorts und
Sonnencrème würden also zu den wichtigen Ausrüstungsteilen einer langewährenden heissen
Auffahrtsregatta werden. Immerhin besser als das auch schon an dem Anlass erlebte winterliche
Regenwetter. Und es gab ja noch die Hoffnung, dass der für nicht Segler einzige Wermutstropfen im
Wetterbericht, eine unangenehm kühle Biese, sich durchsetzen würde.

Über 60 Boote sammelten sich zum Start. Bei fast unmerklichen Luftbewegungen aus leicht
wechselnden eher westlichen Richtungen ging es zunächst mal darum, beim Startschuss in der Nähe
der Linie zu sein. Da das alle wollten schafften wir auch diesmal einen Massenfrühstart – allerdings
nur einmal und nicht gleich mehrfach wie zwei Wochen zuvor beim windreichen Schoggi-Cup.

Danach das bekannte hochkonzentrierte Leichtwindsegeln zur ersten Boje mit der grossen Frage, ob
man es am rechten Ufer oder doch eher in der Mitte des Sees versuchen soll. Mit Spinnaker ging es
dann zügiger zur Boje 2. Vereinzelt setzten jetzt Biesenböen ein, was zu gelegentlichen sehenswerten
Spibergemanövern führte. Bei der Boje 2 war es dann wieder vorbei mit dem schönen Wind. Da der
kurze Lauf angesagt war, musste man jetzt nur noch quer über den See zurück nach Pfäffikon. Dort
war man aber zwischen zwei Windsystemen gefangen. Mal ergab die Summer der Winde null, dann
kam wieder ein Lüftchen aus der Gegenrichtung. Es war eine Nervenprobe. Zum Glück lag der letzte
Schlag von der Boje 3 ins Ziel wieder unter einem eindeutigen Windsystem und so wurde man mit
einer zügigen Spinnakerfahrt Richtung Ziel belohnt.

Zur Rangverkündigung auf der Terrasse des Restaurant Rathaus war dann das schöne und warme
Sommerwetter perfekt. Wie letztes Jahr gab es ausgezeichnete Whiskys und Weine unseres
grosszügigen Sponsors Glen Fahrn zu gewinnen. Danach noch ein Glas Wein mit Blick auf den
Sonnenuntergang über dem glitzernden See als Abschluss einer gelungenen Sommerregatta.