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Bericht von der Tag & Nacht Regatta 2017

Meuli Andi 24.06.2017

In diesem Jahr wurde also wieder mal so ein nöimödiges Zeugs ausprobiert. Anstelle von Samstag 16:00 startete die diesjährige Tag & Nacht schon am Freitag aber erst um 20:00 Uhr. Na toll! Früh aus dem Geschäft flüchten, so dass es bis 16:30 in die Bächau reicht. Proviant verstauen und zack den Motor anwerfen. Ab Meilen hat es schon schönen Wind, hoffentlich gibt es den auch noch für die Regatta...!

Den Fabio nehmen wir also um 19:00 beim Tauchzentum Tiefenbrunnen an Bord und zack die Segel setzen. Es hat eine frische Brise, zwischen 5 und 12 Knoten sind das schon gewesen. Bise heisst aber auch Langstrecke mit Vorwindstart. Wenn das nur gut geht...!

Im Startgebiet zeigt sich dann, dass sich extrem wenig Schiffe auf den Weg machen werden. Lange ist es her, seit dem zwei dreihundert Schiffe sich die Startlinie teilen mussten...!

Ohne einen Fehlstart geht es dann um 20:00 los. Die Bise trägt uns rasch nach Meilen und wie es zu erwarten war schwächelt der Wind dann auch. Zum Glück sind die Flautenlöcher aber nicht so zahlreich wie befürchtet. Auch wenn wieder einige Schiffe auf dem Parkplatz bei Horgen hängen bleiben, fahren wir dann etwas langsamer weiter, die Windfelder lesend und die Konkurrenz beobachtend. Die drei Dynamic-35 sind alle recht nahe beisammen und die Leaderposition wechselt immer wieder...!

Irgendwann nach Mitternacht runden wir das Zwischenziel vor der Ufenau. Den Spinnaker haben wir in Zürich gesetzt und wir bergen ihn erst vor dem Zwischenziel wieder. Das gab es auch eher selten in meiner Karriere. Wie immer bei Vorwind hat sich das Feld wieder etwas zusammen geschoben und erstaundlich viele Schiffe finden sich auf erstaundlich wenig Platz ein...!

Der Rückweg hat dann wieder ein ganz eigener Charakter. Bis Meilen hat es wenig aber erstaunlich konstanter Wind aus Nord-Ost. Der GPS Track zeigt bis Uetikon keine einzige Wende und bis Meilen warens dann auch nur gerade vier...!

Und als Zückerchen frischt der Wind im Morgengrauen dann auch wieder stark auf. Wir kreuzen dann bis ins Ziel durch das untere Seebecken und machen auf die direkten Konkurrenten Boden gut und mit einer abgeklärten Taktik können wir unsere Position im Feld Platz um Platz verbessern...!

Die Zieldurchfahrt zirka um 06:15. Der Fabio möchte gleich beim Zürichhorn aussteigen und in sein Bett im Seefeld. So verpasst er zwar die Rückreise mit dem Dieselaggregat. Doch auch den traditionellen Nach-der-Regatta-Imbiss aus der Bordküche. Vorgekocht zwar aber aufgewärmt auf dem Rechaud. Herrlich...!

Der Rest der Rückreise ist dann wenig spektakulär. Die Augen sind müde und die Power-naps nicht wirklich erholsam. 09:00 kommen wir dann im Waleseeli in der Bächau an. Das monotone Tuck-tuck-tuck verstummt. Jetzt noch das Schiff decken, alles wie im Schlaf...!

Danke Jürg, danke Fabio für das Abentöier...!

Bilder zum Text...!